Funktionskleidung waschen klappt am besten mit einem flüssigen Waschmittel (oder einem speziellen Sportwaschmittel), 30 bis 40 Grad, ohne Weichspüler und mit ausreichend Platz in der Trommel. Weichspüler verklebt die feinen Fasern und nimmt der Kleidung die Fähigkeit, Schweiß nach außen zu transportieren. Pulver lässt sich aus engmaschigen Stoffen schlechter ausspülen und kann Rückstände hinterlassen. Das Pflegeetikett legt die maximale Temperatur fest.
Wer Sportwäsche regelmäßig wäscht, kennt das Problem: Das Shirt ist sauber, riecht aber trotzdem nach Schweiß, sobald du ins Schwitzen kommst. Dieser Ratgeber erklärt, warum das passiert und was dagegen hilft.
Warum Sportkleidung nach dem Waschen noch riecht
Funktionskleidung besteht meist aus Polyester oder anderen Kunstfasern. Diese Fasern nehmen kaum Wasser auf, dafür aber Fett und Bakterien, die sich in den feinen Strukturen festsetzen. Schweiß selbst riecht kaum. Der Geruch entsteht, wenn Bakterien ihn zersetzen. Ein 30-Grad-Waschgang mit zu wenig Waschmittel schafft es oft nicht, diesen Film ganz zu lösen.
Typische Ursachen für hartnäckigen Geruch:
- Feucht in der Sporttasche gelegen. Je länger die Wäsche feucht bleibt, desto stärker vermehren sich Bakterien.
- Weichspüler. Er legt einen Film über die Fasern und schließt Gerüche ein.
- Zu wenig Waschmittel oder zu volle Trommel. Das Wasser kommt nicht an jede Stelle.
- Zu niedrige Temperatur. Bei starkem Geruch kann ein 40-Grad-Waschgang helfen, wenn das Etikett es erlaubt.
So wäschst du Funktionskleidung richtig
- Sofort nach dem Sport ausbreiten oder waschen. Wenn du nicht direkt waschen kannst, hänge die Sachen zumindest zum Trocknen auf.
- Reißverschlüsse und Klett schließen. Das schützt die Textilien und die Trommel.
- Auf links drehen. So wird die Innenseite, die den Schweiß aufnimmt, besser gereinigt.
- Flüssigwaschmittel oder Sportwaschmittel verwenden. Beides spült sich leichter aus als Pulver.
- 30 bis 40 Grad im Pflegeleicht- oder Feinwäscheprogramm. Wähle die höhere Temperatur nur, wenn das Etikett sie erlaubt.
- Trommel nicht überladen. Funktionswäsche braucht viel Wasser und Bewegung. Eher halb als ganz voll.
- Kein Weichspüler, kein Bleichmittel. Beides schadet den Fasern und der Membran.
- Sofort herausnehmen und aufhängen. Funktionskleidung trocknet schnell, solange sie nicht zusammengeknüllt liegt.

Hilft Essig gegen Schweißgeruch?
Manche Ratgeber nennen einen Schuss Essig im Spülgang als Notlösung. Er kann Waschmittelreste lösen und Gerüche mildern. Allerdings kann Essig Gummidichtungen und empfindliche Fasern angreifen. Nutze ihn deshalb nur sparsam und nur, wenn der Geruch nach normalem Waschen nicht verschwindet. Besser: erst auf Waschmittelmenge, Temperatur und Weichspüler achten.
Wenn der Geruch trotzdem bleibt:
- Die Kleidung vor dem Waschen 30 Minuten bis eine Stunde in lauwarmem Wasser mit Waschmittel einweichen.
- Einen zweiten Waschgang ohne Weichspüler machen.
- Sehr alte Funktionsshirts, in denen sich der Geruch dauerhaft festgesetzt hat, lassen sich manchmal nicht mehr retten.
Regenjacke, Fleece und Co.: Besondere Fälle
| Kleidungsstück | Besonderheit |
|---|---|
| Regenjacke / Membranjacke | Spezielles Funktionswaschmittel verwenden, kein Weichspüler. Nach dem Waschen kann die Imprägnierung nachlassen und muss aufgefrischt werden |
| Fleece | Maximal 30 bis 40 Grad, kein Weichspüler, nicht zu heiß trocknen |
| Funktionsunterwäsche | Mit Wäschenetz waschen, damit die feinen Maschen nicht verziehen |
| Laufhose / Tights | Auf links drehen, keine Reißverschlüsse am Rand offen lassen |
| Trikots mit Aufdruck | Auf links drehen, Aufdruck nicht bügeln |
Trocknen: Lieber an der Luft oder schonend
Funktionskleidung trocknet an der Luft sehr schnell. Im Trockner nur bei niedriger Temperatur und nur, wenn das Etikett es erlaubt. Hitze kann Membranen, Aufdrucke und Elastan beschädigen. Gummierte oder beschichtete Teile gehören grundsätzlich nicht in den Trockner. Mehr dazu findest du im Ratgeber Was darf in den Trockner?.
Sportwäsche im Waschsalon
Gerade für Sportvereine, Fitnessstudio-Fans und alle, die viele Trikots auf einmal waschen müssen, ist ein Waschsalon praktisch. Bei Waschbar in Heidelberg und Ludwigshafen wählst du zwischen der 7-kg-Trommel (4,50 € pro Waschgang) und der 15-kg-XXL-Trommel (9,00 €). Für einen kompletten Mannschaftssatz Trikots ist die große Trommel meist die richtige Wahl, du wäschst alles auf einmal und brauchst nur einen Trocknergang. Denk daran, Funktionsshirts nicht zu stark zu überladen.
Für den Besuch:
- Eigenes Waschmittel mitbringen, am besten flüssig oder als Sportwaschmittel.
- Sorgfältig sortieren. Sportkleidung nicht mit Handtüchern waschen, die Flusen abgeben. Mehr dazu im Ratgeber Wäsche sortieren.
- Programm am Terminal wählen. Für Funktionswäsche eignet sich ein 30- oder 40-Grad-Programm ohne Vorwäsche.
- Geöffnet täglich von 06:00 bis 24:00 Uhr, du kannst also direkt nach dem Training vorbeikommen.
Wenn du regelmäßig mehrfach pro Woche wäschst, lohnt sich ein Blick auf das SB-Wasch-Abo: 10 Waschgänge und 10 Trocknergänge für 29,99 € im Monat.
Häufige Fragen zum Funktionskleidung waschen
Bei wie viel Grad wäscht man Funktionskleidung?
Meist bei 30 bis 40 Grad im Pflegeleicht- oder Feinwäscheprogramm. Bei starkem Geruch kann 40 Grad besser wirken, wenn das Etikett es erlaubt. Höhere Temperaturen schaden Membranen, Aufdrucken und Elastan, deshalb immer zuerst das Pflegeetikett prüfen.
Warum darf man Funktionskleidung nicht mit Weichspüler waschen?
Weichspüler legt einen Film auf die Fasern und verklebt die feinen Poren. Dadurch transportiert die Kleidung Schweiß schlechter nach außen, hält Gerüche fest und trocknet langsamer. Auch Membranen verlieren an Atmungsaktivität. Verzichte deshalb ganz auf Weichspüler.
Welches Waschmittel eignet sich für Sportwäsche?
Am besten ein flüssiges Waschmittel oder ein spezielles Sportwaschmittel. Pulver lässt sich aus engmaschigen Stoffen schwerer ausspülen und kann Rückstände hinterlassen. Dosiere nach Herstellerangabe, denn zu wenig Waschmittel löst den Bakterienfilm nicht vollständig.
Wie bekomme ich Schweißgeruch aus Sportkleidung?
Weiche die Kleidung vor dem Waschen 30 bis 60 Minuten ein, wasche bei 40 Grad (wenn erlaubt), dosiere ausreichend Waschmittel und verzichte auf Weichspüler. Hilft das nicht, kann ein Extra-Spülgang oder ein zweiter Waschgang das Ergebnis verbessern.
Darf Funktionskleidung in den Trockner?
Nur wenn das Etikett es erlaubt, dann bei niedriger Temperatur. Meist ist Lufttrocknung die bessere Wahl, denn Funktionswäsche trocknet schnell. Hitze kann Membranen, Elastan und Aufdrucke beschädigen. Beschichtete Teile gehören nicht in den Trockner.
Fazit: Sauber heißt auch geruchsfrei
Mit dem richtigen Waschmittel, ohne Weichspüler, mit genug Wasser und nicht zu lange feucht gelagert wird Sportwäsche zuverlässig sauber. Wer große Mengen auf einmal waschen will, findet bei Waschbar die passende Trommel und den Trockner dazu.

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