Arbeitskleidung waschen solltest du getrennt von der Alltagswäsche: bei 40 bis 60 Grad (je nach Etikett), mit Vollwaschmittel bei normalem Schmutz, mit Vorbehandlung bei Fett und Öl und ohne Weichspüler, vor allem bei Warnschutz und Funktionsstoffen. Taschen leeren, Reißverschlüsse schließen, stark verschmutzte Teile vorbehandeln und die Maschine nicht überladen. Öl- oder lösungsmittelgetränkte Textilien gehören nicht in einen gemeinsam genutzten Trockner, weil sie sich selbst entzünden können.
Für Monteure, Handwerker, Pflegekräfte und alle, die abends müde nach Hause kommen, ist Wäschewaschen oft die letzte Aufgabe des Tages. Dieser Ratgeber zeigt, wie du Arbeitskleidung effizient sauber bekommst und wann sich ein Waschsalon lohnt.
Arbeitskleidung nie mit der Alltagswäsche mischen
Arbeitskleidung nimmt Staub, Fett, Öl, Farbe, Schweiß oder Chemikalien auf. Waschst du sie mit Bettwäsche, Handtüchern oder Unterwäsche zusammen, kann sich der Schmutz auf andere Textilien übertragen. Besonders wichtig ist die Trennung bei:
- Öl- und Fettverschmutzung (Werkstatt, Küche, Maschinenbau)
- Farb-, Lack- und Putzstaub (Maler, Bau, Renovierung)
- Hygienerelevanten Bereichen (Pflege, Reinigung, Gastronomie)
- Warnschutzkleidung mit reflektierenden Streifen
Wasche solche Teile am besten in einer eigenen Ladung. Das schützt die übrige Wäsche und die Trommel.
Welche Temperatur für Arbeitskleidung?
| Verschmutzung / Stoff | Empfehlung |
|---|---|
| Normale Alltagsarbeit, Baumwolle | 40–60 Grad, Vollwaschmittel |
| Starke Verschmutzung, Fett, Schweiß | 60 Grad, Vorwäsche oder Vorbehandlung |
| Mischgewebe (Baumwolle/Polyester) | 40–60 Grad nach Etikett |
| Warnschutzkleidung | Nach Etikett, meist bis 40–60 Grad, kein Weichspüler, kein Bleichmittel |
| Imprägnierte oder beschichtete Teile | Meist 30–40 Grad, spezielles Funktionswaschmittel |
| Flammschutz- und Schutzkleidung | Nur nach Herstellerangabe waschen |
Das Etikett ist immer maßgeblich. Bei Schutzkleidung gilt außerdem: Die Pflegehinweise des Herstellers gehören dazu, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt.
Fett, Öl und Farbflecken vorbehandeln

Normale Waschgänge schaffen eingetrocknete Fett- und Ölflecken oft nicht. Besser:
- Frisches Fett sofort abtupfen, nicht reiben.
- Etwas Spülmittel oder Gallseife auf den Fleck geben, einmassieren und einige Minuten einwirken lassen.
- Mit warmem Wasser ausspülen, bevor du die Teile in die Maschine gibst.
- Bei 60 Grad mit Vollwaschmittel waschen, wenn das Etikett es erlaubt.
Ausführliche Tipps für verschiedene Flecken findest du im Ratgeber Flecken entfernen vor dem Waschgang.
Sicherheit: Öl und Lösungsmittel im Trockner
Das ist der wichtigste Hinweis dieses Ratgebers. Textilien, die mit Öl, Fett, Lack, Lösungsmitteln oder Reinigungsmitteln getränkt sind, können sich im Trockner selbst entzünden. Das gilt auch, wenn sie vorher gewaschen wurden und noch Reste enthalten. Deshalb:
- Stark ölgetränkte Teile erst mehrfach heiß waschen und an der Luft trocknen.
- Im Zweifel nicht in den Trockner geben.
- Bei Fragen zur Reinigung von Berufskleidung den Arbeitgeber oder den Hersteller fragen.
Warnschutzkleidung richtig waschen
Reflektierende Streifen verlieren durch falsche Pflege ihre Wirkung. Halte dich an diese Regeln:
- Maximal die Temperatur auf dem Etikett.
- Kein Weichspüler, kein Chlorbleiche.
- Reißverschlüsse und Klett schließen, damit die Streifen nicht scheuern.
- Nicht chemisch reinigen, wenn das Etikett es nicht erlaubt.
- Nicht zu oft in den Trockner und nie sehr heiß trocknen.
Wenn die Streifen stark verblasst, rissig oder abgenutzt sind, gehört die Kleidung ersetzt, auch wenn sie sauber ist.
Wer zahlt die Reinigung von Arbeitskleidung?
Bei Schutzkleidung und Berufskleidung, die der Arbeitgeber vorschreibt oder stellt, ist häufig der Arbeitgeber für die Pflege zuständig oder übernimmt Kosten. Ob und wie du Waschkosten für typische Berufskleidung steuerlich geltend machen kannst, hängt von deiner Situation ab. Einen Überblick liefert zum Beispiel die Deutsche Handwerks-Zeitung zu den Reinigungskosten von Berufskleidung. Verbindliche Auskünfte gibt dir dein Finanzamt oder ein Steuerberater.
Arbeitskleidung im Waschsalon waschen
Für alle, die tagsüber arbeiten, ist ein Waschsalon mit langen Öffnungszeiten ein klarer Vorteil: Du kannst nach Feierabend waschen und musst dich nicht nach einem Termin richten. Bei Waschbar in Heidelberg und Ludwigshafen ist täglich von 06:00 bis 24:00 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Eine Reservierung brauchst du nicht.
Rechenbeispiel für einen typischen Wäschesack: Ein Satz Arbeitskleidung mit Overall oder Hose, Jacke und mehreren Shirts passt je nach Menge in die 7-kg-Trommel (4,50 € pro Waschgang). Bei mehreren Overalls, Winterjacken oder der Kleidung für ein ganzes Team nimmst du die 15-kg-XXL-Trommel (9,00 €). Trocknen kostet 2,00 € pro 10 Minuten und dauert meist 20 bis 30 Minuten.
Das solltest du beachten:
- Eigenes Waschmittel mitbringen. Vollwaschmittel für normale Verschmutzung, Funktionswaschmittel für imprägnierte Teile.
- Stark verschmutzte Teile zu Hause vorbehandeln. Fett und Farbe vorher bearbeiten.
- Keine ölgetränkten Teile in den Trockner. Siehe Sicherheitshinweis oben.
- Taschen leeren. Schrauben, Nägel, Zettel und Feuerzeuge gehören nicht in die Trommel.
- Programm am Terminal wählen. 60 Grad für stark verschmutzte Baumwolle, 30 oder 40 Grad für Funktionsmaterial.
Wenn du regelmäßig mehrere Ladungen pro Monat waschst, rechnet sich das SB-Wasch-Abo: 10 Waschgänge und 10 Trocknergänge für 29,99 € im Monat, gültig an beiden Standorten.
Häufige Fragen zum Arbeitskleidung waschen
Bei wie viel Grad wäscht man Arbeitskleidung?
Normale Baumwollkleidung bei 40 bis 60 Grad mit Vollwaschmittel, stark verschmutzte Teile bei 60 Grad. Warnschutz, imprägnierte und beschichtete Kleidung nur nach Etikett und meist bei niedrigerer Temperatur. Das Pflegeetikett bestimmt immer die Obergrenze.
Kann man ölige Arbeitskleidung in der Waschmaschine waschen?
Ja, nach Vorbehandlung mit Spülmittel oder Gallseife und bei 60 Grad, wenn das Etikett es erlaubt. Stark ölgetränkte Teile nicht in den Trockner geben, da Selbstentzündungsgefahr besteht. Am besten an der Luft trocknen und bei Zweifeln den Hersteller fragen.
Darf Arbeitskleidung mit der normalen Wäsche gewaschen werden?
Besser nicht. Staub, Fett, Öl und Farbe übertragen sich auf andere Textilien und belasten die Maschine. Wasche Arbeitskleidung in einer eigenen Ladung, vor allem Warnschutzkleidung und Teile mit Öl oder Farbe.
Warum darf Warnschutzkleidung nicht mit Weichspüler gewaschen werden?
Weichspüler legt einen Film auf das Gewebe und die reflektierenden Streifen. Dadurch kann die Reflexwirkung nachlassen, und die Kleidung schützt nicht mehr wie vorgesehen. Auch Chlorbleiche und zu hohe Temperaturen schaden den Streifen.
Kann ich Arbeitskleidung im Waschsalon waschen?
Ja, für normal verschmutzte Berufskleidung ist ein Waschsalon eine praktische Lösung, besonders mit langen Öffnungszeiten. Behandle starke Flecken vorher zu Hause vor und gib keine ölgetränkten Textilien in den Trockner. Eigenes Waschmittel bringst du mit.
Fazit: Eigene Ladung, passende Temperatur, Sicherheit zuerst
Arbeitskleidung braucht eine eigene Ladung, die richtige Temperatur und bei Fett und Öl eine Vorbehandlung. Wenn du nach Feierabend waschen willst, findest du bei Waschbar Maschinen und Trockner bis Mitternacht, ohne Termin.

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