Wischmopp, Wischbezüge und Putzlappen waschen funktioniert in der Maschine, aber nicht mit der Alltagswäsche. Gib sie in eine eigene Ladung, schüttle grobe Verschmutzung vorher aus, wasche bei 60 Grad (wenn das Etikett es erlaubt) mit Vollwaschmittel und verzichte auf Weichspüler und Bleichmittel. Mikrofasertücher vertragen meist 40 bis 60 Grad und verlieren durch Weichspüler ihre Reinigungskraft. Danach trocknest du alles gut, damit sich keine Keime und kein Muffgeruch bilden.
Gerade Mopps und Lappen sind Bakterienschleudern, wenn sie nass und schmutzig liegen bleiben. Dieser Ratgeber zeigt, wie du sie richtig reinigst und worauf du achten solltest.
Warum Putztextilien nicht in die normale Wäsche gehören
Wischbezüge und Putzlappen nehmen Schmutz, Fett, Küchenreste und Reinigungsmittelrückstände auf. Waschst du sie mit Handtüchern, Bettwäsche oder Kleidung, wandern Schmutz, Keime und Flusen weiter. Außerdem ziehen Mikrofasertücher Flusen aus anderen Textilien an und halten sie fest. Deshalb:
- Eigene Ladung für Putztextilien.
- Küchenlappen und Bad-Lappen nicht mischen, wenn möglich getrennt halten.
- Nie mit Babywäsche, Unterwäsche oder Lebensmitteltextilien waschen.
Welche Temperatur ist richtig?
| Textil | Empfohlene Temperatur |
|---|---|
| Baumwolllappen, Wischbezüge aus Baumwolle | 60 Grad |
| Mikrofasertücher | 40–60 Grad, nach Etikett |
| Wischmopp-Köpfe (Baumwolle, Mischgewebe) | 60 Grad |
| Stark verschmutzte Putztücher | 60 Grad mit Vorwäsche |
| Schwämme und Schrubber | Nicht in die Maschine, ersetzen oder auskochen |
Das Pflegeetikett hat Vorrang. Bei Mikrofaser gilt: Hohe Temperaturen können die Fasern auf Dauer schädigen. Nach Angaben von Verbraucherberatungen sind 60 Grad für Hygiene gut, bei vielen Tüchern auch 40 Grad ausreichend. Mehr zur Temperaturwahl im Waschtemperatur-Guide für 30, 40 und 60 Grad.
Wischmopp und Putzlappen in der Waschmaschine waschen

- Grob ausschütteln oder ausspülen. Haare, Staub und Krümel vorher entfernen, damit sie nicht die Pumpe verstopfen.
- Wischbezüge vom Stiel trennen. Die Bezüge einzeln waschen. Mopp-Köpfe aus Fransen in ein Wäschenetz geben.
- Wäschenetz verwenden. Das verhindert, dass sich Fransen verheddern, und hält Mikrofasern zusammen.
- Vollwaschmittel dosieren, kein Weichspüler. Weichspüler legt einen fettenden Film über die Fasern, sodass sie weder Schmutz noch Feuchtigkeit aufnehmen.
- 60 Grad oder die Etikett-Temperatur wählen. Bei starker Verschmutzung eine Vorwäsche einplanen.
- Ausreichend spülen. Waschmittelreste vermindern die Reinigungswirkung.
- Gut trocknen. Nicht nass liegen lassen, sondern aufhängen oder bei niedriger Temperatur trocknen.
Zur Vorbehandlung von hartnäckigen Verschmutzungen hilft der Ratgeber Flecken entfernen vor dem Waschgang.
Mopp-Typen im Überblick
| Typ | Pflegehinweis |
|---|---|
| Fransenmopp (Baumwolle oder Mischgewebe) | 60 Grad im Wäschenetz, gut ausspülen, aufhängen |
| Flachwischbezug aus Mikrofaser | 40–60 Grad nach Etikett, kein Weichspüler, vom Halter abnehmen |
| Wischbezug mit Klettverschluss | Klett schließen, im Wäschenetz waschen |
| Mikrofaser-Staubtuch | 40–60 Grad, getrennt von anderer Wäsche |
| Putzlappen aus Baumwolle | 60 Grad, auch einmal kochen möglich, wenn das Etikett es erlaubt |
Wechsle Bezüge aus, wenn sie nicht mehr gut aufnehmen, sich rau anfühlen oder dauerhaft riechen. Das sind Zeichen, dass sich Fett oder Weichspülerreste festgesetzt haben.
Wie oft sollte man Putztextilien waschen?
- Wischbezüge: Nach jeder größeren Reinigung oder mindestens einmal pro Woche, wenn du regelmäßig wischst.
- Küchenlappen: Alle paar Tage, bei Verschmutzung sofort.
- Mikrofasertücher: Nicht nach jedem Gebrauch. Bei leichter Verschmutzung genügt Ausschütteln oder Ausspülen mit klarem Wasser, erst bei stärkerem Schmutz ist ein Waschgang nötig.
- Staubtücher: Nach Bedarf, ausschütteln reicht oft.
Je länger Putztextilien nass bleiben, desto stärker vermehren sich Bakterien. Nach dem Putzen deshalb ausspülen und aufhängen.
Trocknen: Keine feuchten Lappen im Eimer lassen
Mopps und Lappen müssen schnell trocknen. Feuchte Fasern riechen schon nach wenigen Stunden muffig. Hänge die Teile auf oder gib sie, wenn das Etikett es erlaubt, bei niedriger Temperatur in den Trockner. Mikrofaser verträgt keine hohe Hitze. Ob dein Teil in den Trockner darf, steht im Ratgeber Was darf in den Trockner?.
Die Cleaning Station bei Waschbar
Für Putztextilien gibt es bei Waschbar eine eigene Möglichkeit: die Cleaning Station. Sie ist an beiden Standorten, Waschbar Heidelberg und Waschbar Ludwigshafen, für Wischmopps, Putztücher und weitere Reinigungsutensilien gedacht, die hygienisch sauber werden sollen. Dafür stehen spezielle Maschinen bereit, sodass Mopps und Lappen nicht in der Trommel landen, in der andere Kunden ihre Alltagswäsche waschen.
Praktisch ist das für:
- Haushalte, die Mopps und Lappen nicht in der eigenen Maschine waschen wollen
- WGs, in denen die Putzutensilien für alle da sind
- Kleine Betriebe, Vereine und Hausmeister mit größeren Mengen an Wischbezügen und Tüchern
Beachte beim Besuch: Bring ein eigenes Waschmittel mit, schüttle grobe Verschmutzungen vorher aus und nimm für Mopps ein Wäschenetz mit. Du wählst am Terminal ein Programm, zum Beispiel 60 Grad. Die 7-kg-Trommel kostet 4,50 € pro Waschgang, die 15-kg-XXL-Trommel 9,00 €. Waschbar ist täglich von 06:00 bis 24:00 Uhr geöffnet und du brauchst keinen Termin. Wer regelmäßig wäscht, findet im SB-Wasch-Abo ein Kontingent von 10 Waschgängen und 10 Trocknergängen für 29,99 € im Monat. Auch für Tierdecken gibt es eine eigene Station, mehr dazu im Ratgeber Hundedecke und Tierdecke waschen.
Häufige Fragen zum Wischmopp und Putzlappen waschen
Bei wie viel Grad wäscht man Putzlappen?
Baumwolllappen und Wischbezüge bei 60 Grad, Mikrofasertücher bei 40 bis 60 Grad nach Etikett. Bei starker Verschmutzung hilft eine Vorwäsche. Zu hohe Temperaturen können Mikrofasern auf Dauer schädigen, daher gilt das Pflegeetikett.
Darf ich Putzlappen mit Handtüchern waschen?
Nein. Schmutz, Keime und Reinigungsmittelreste können sich auf die Handtücher übertragen, und Mikrofasertücher ziehen außerdem Flusen an. Wasche Putztextilien deshalb immer in einer eigenen Ladung, am besten im Wäschenetz, und halte sie getrennt von Küchen- und Badtextilien.
Warum darf man Mikrofasertücher nicht mit Weichspüler waschen?
Weichspüler legt einen fettenden Film auf die Fasern. Dadurch nehmen die Tücher Schmutz und Feuchtigkeit nicht mehr gut auf und verlieren ihre Reinigungswirkung. Auch Bleichmittel schadet den Fasern. Nutze ein mildes Waschmittel ohne Zusätze.
Wie oft muss ein Wischmopp gewaschen werden?
Am besten nach jeder größeren Reinigung, mindestens einmal pro Woche bei regelmäßigem Wischen. Nasse Mopps nicht liegen lassen, sondern ausspülen und trocknen. Je länger sie nass bleiben, desto mehr Bakterien und Gerüche entstehen.
Wo kann ich Wischmopps und Putzlappen waschen, wenn ich keine Maschine habe?
Im Waschsalon. Bei Waschbar in Heidelberg und Ludwigshafen gibt es dafür eine Cleaning Station für Wischmopps, Putztücher und weitere Reinigungsutensilien. Bring Waschmittel mit und wähle am Terminal ein Programm, zum Beispiel mit 60 Grad.
Fazit: Eigene Ladung, 60 Grad, kein Weichspüler
Putztextilien brauchen eine eigene Ladung, ausreichend Temperatur und kein Weichspüler. Wenn du sie nicht in der Haushaltsmaschine waschen möchtest, bietet Waschbar mit der Cleaning Station eine praktische Alternative.

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